Und das ganze wird eine halbe Europareise: Hanover, Berlin, Lisbon, Manchester, dann noch Lebanon, Bethlehem ... die Siedler damals waren nicht wirklich einfallsreich bei den Ortsnamen!
Je näher ich Richtung Grenze komm, umso öfter stehen auch Kilometerangaben auf den Straßenschildern - und nachdem ich das übliche Prozedere an der Grenze hinter mich gebracht hab ist alles auf einmal ganz anders: km/h anstatt mph, und alles auf französisch! Ja, die Provinz Québec ist da etwas anders als der Rest Kanadas und hat sich immer schon etwas anders verhalten. Und sie sind stolz auf ihr Französisch. Liegt wohl daran, dass es mal eine französische Provinz war. Französisch ist Amtssprache, 80% der Bevölkerung hat französich als Muttersprache, Englisch als Zweitsprache gilt hier nicht wirklich, viele Leute verstehen es nicht mal.
Unser kleines französisches Hotel liegt mitten in der Stadt, alles ist zu Fuß zu erreichen, und deshalb müssen wir natürlich gleich nochmal raus. Beim Reinfahren hab ich schon die ganzen kleinen Häuser gesehen, überall Restaurants und Bars im Freien, und jede
Am nächsten Tag steht dann die Stadtbesichtigung an: traumhaftes Wetter, fast etwas zu heiß, was das ganze extrem anstrengend macht ... aber wollen wir mal nicht meckern. Los gehts vor der Haustür an der Promenade, von wo aus man einen super Blick auf den St. Lorenz-Strom hat. Gleich daneben das Wahrzeichen Québecs, das Château Frontenac, ein Luxus-Hotel, wo Churchill und Roosevelt die Strategie des 2. Weltkriegs diskutierten.
In der sehr gut restaurierten Unteren Altstadt (natürlich entsprechend touristisch) muss dann eine Pause her. Und Deutsche trifft man überall: in der Kirche an dem Platz wo wir sitzen war gerade eine deutsche Hochzeit... Und etwas zu französisch: fragt mich einer an der Straße, ob ich denn wüsste, wie diese Parkuhr funktioniert. Sag ich, dass ich nicht von hier bin. Er: ich seh so französisch aus... (nicht kanadisch - sondern französisch?!)
Trotz der vielen Restaurants müssen wir dann fast verhungern: alle Restaurants haben Wartezeiten von einer Stunde und mehr, v.a. die französischen wo wir hin wollen. Am Ende entscheiden wir uns nach einer Odyssee doch für einen Italiener, was aber im Nachhinein nicht die schlechteste Wahl war: 4 Gänge-Menü für 2 Personen inkl. Wein und Kaffee für 80 Dollar - da kann man nicht meckern! V.a. wenn man die Portionen und die Qualität des Essens kennt ... wir rollen aus dem Restaurant :) Da kommen ein paar Liegestühle über den Dächern von Québec (Teil eines Museums) ganz gelegen!
Dann ist es auch schon wieder Zeit für die Rückfahrt - zurück über die Grenze, etwas bergauf und bergab, vorbei an den europäischen Städtenamen, ein super Sonnenuntergang, 15 Minuten heftigstem Platzregen. Und das Wochenende in fast-Frankreich ist wieder vorbei!
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